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Schimmel im Badespielzeug: Quietscheentchen reinigen oder wegwerfen?

Schwarze Krümel aus dem Quietscheentchen sind ein Alarmzeichen. Wie Sie Spielzeug für die Badewanne trocken halten, reinigen, abdichten – oder rechtzeitig ersetzen.

Veröffentlicht am · 6 Min. Lesezeit· von Redaktion Priority Clean
Gummienten im Schaumbad, in deren Innerem sich schnell Schimmel bildet
📷 rawpixel (creator not credited) · CC0 1.0

Das Kind drückt das Entchen, und statt Wasser spritzen schwarze Krümel in die Wanne. Spätestens dann ist klar: Im Inneren hat sich etwas angesiedelt. Schimmel im Badespielzeug ist sehr verbreitet, denn Quietscheentchen, Spritzfische und Gummitiere saugen bei jedem Bad Wasser an – und trocknen innen kaum je aus.

Ob sich das Reinigen lohnt oder das Spielzeug besser in den Kehricht gehört, hängt davon ab, wie stark der Befall ist und wie das Spielzeug gebaut ist. Hier erfahren Sie, woran Sie Schimmel im Badespielzeug erkennen, wie Sie ihn entfernen und wie Sie ihm künftig vorbeugen.

Warum Badespielzeug innen schimmelt

Die meisten Quietschtiere haben unten ein kleines Loch. Drückt ein Kind sie unter Wasser zusammen, zieht das Spielzeug beim Loslassen Badewasser an. Dieses Wasser enthält Seifen- und Shampooreste, Hautschuppen und Keime. Im dunklen, warmen Innenraum bleibt es tagelang stehen, weil durch das kleine Loch kaum Luft zirkuliert.

So bildet sich an der Innenwand ein schleimiger Belag, ein sogenannter Biofilm aus Bakterien und Pilzen. Mit der Zeit wird er dunkel und löst sich in Flocken ab. Das Bundesamt für Gesundheit hält fest, dass Schimmel ungesund ist, rasch entfernt und die Ursache der Feuchtigkeit behoben werden sollte. Beim Badespielzeug heisst die Ursache: Wasser, das nicht mehr herauskommt.

AnzeichenWas es bedeutet
Wasser tropft klar herausMeist noch in Ordnung, gut trocknen lassen
Trübes Wasser, muffiger GeruchBeginnender Belag – jetzt reinigen
Schwarze oder braune FlockenDeutlicher Befall im Inneren
Dunkle Flecken durch das Material sichtbarStarker Befall, Reinigung kaum noch möglich

Ob Ihr Kind gesundheitlich reagiert, kann dieser Ratgeber nicht beurteilen. Bei Beschwerden fragen Sie Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt.

1. Schimmel im Badespielzeug erkennen

Prüfen Sie jedes Stück mit Loch etwa einmal pro Woche. Drücken Sie es über einem weissen Lavabo oder einem Blatt Küchenpapier kräftig aus. Klares Wasser ist ein gutes Zeichen. Trübes Wasser, dunkle Partikel oder ein muffiger Geruch zeigen, dass sich innen etwas gebildet hat.

Halten Sie helle, durchscheinende Spielzeuge gegen das Licht: Dunkle Schatten an der Innenwand verraten den Belag. Wer es genau wissen will, schneidet ein älteres Entchen mit einer Schere auf. Der Blick ins Innere überzeugt meist schnell, warum Vorbeugung wichtig ist.

2. Nach jedem Bad Wasser ausdrücken und trocknen

Die wirksamste Massnahme kostet nur eine Minute:

  1. Jedes Spielzeug nach dem Baden mehrmals kräftig zusammendrücken, bis keine Tropfen mehr kommen.
  2. Aussen mit klarem Wasser abspülen und mit einem Tuch abtrocknen.
  3. Mit dem Loch nach unten an einem luftigen Ort trocknen lassen, zum Beispiel in einem Netz oder offenen Korb.
  4. Nicht in einer geschlossenen Box oder in der nassen Wanne liegen lassen.

Auch das Bad selbst sollte nach dem Baden gut trocknen. Wie Sie Feuchtigkeit schnell loswerden, lesen Sie im Ratgeber Lüften nach dem Duschen.

3. Badespielzeug mit Essig oder Zitronensäure reinigen

Bei leichtem Belag lohnt ein Reinigungsversuch. Die Stiftung für Konsumentenschutz nennt Essig und Zitronensäure als einfache Hausmittel, die viele Spezialprodukte ersetzen. Für Badespielzeug gehen Sie so vor:

  1. Haushaltsessig mit warmem Wasser verdünnen oder etwas Zitronensäure in warmem Wasser auflösen.
  2. Das Spielzeug in die Lösung tauchen, zusammendrücken und die Flüssigkeit ansaugen lassen.
  3. Kräftig schütteln, einige Zeit einwirken lassen und wieder ausdrücken. Den Vorgang mehrmals wiederholen.
  4. Danach mehrmals mit klarem Wasser ansaugen und ausdrücken, bis keine Rückstände mehr kommen.
  5. Mit dem Loch nach unten vollständig trocknen lassen, am besten ein bis zwei Tage.

Seien Sie ehrlich mit dem Ergebnis: Der Biofilm haftet fest an der Innenwand, und ohne Bürste kommen Sie nicht heran. Die Reinigung verringert den Belag, macht das Innere aber nicht zuverlässig sauber.

Auskochen oder die Spülmaschine sind nur eine Option, wenn der Hersteller das Spielzeug ausdrücklich dafür freigibt. Viele weiche Kunststoffe verformen sich bei Hitze.

4. Das Loch verschliessen

Neue oder gründlich gereinigte und vollständig trockene Spielzeuge können Sie abdichten, damit gar kein Wasser mehr hineinkommt. Viele Eltern verwenden dafür einen Tropfen Heissleim aus der Heissklebepistole. Wichtig:

  • Nur verschliessen, wenn das Innere wirklich trocken ist – sonst sperren Sie die Feuchtigkeit ein.
  • Heissleim ist sehr heiss. Arbeiten Sie ohne Kinder in der Nähe und lassen Sie ihn vollständig abkühlen.
  • Kontrollieren Sie den Verschluss regelmässig. Ein loser Leimpfropfen gehört nicht in Kinderhände, vor allem nicht bei Kleinkindern, die alles in den Mund nehmen.

Das Quietschen kann danach leiser werden oder ganz verschwinden. Dafür schwimmt das Entchen weiter und bleibt innen trocken.

5. Wegwerfen und besser ersetzen

Nicht jedes Spielzeug ist die Rettung wert. Entsorgen Sie es, wenn beim Ausdrücken schwarze Flocken kommen, das Innere klebrig ist, dunkle Flecken durch das Material schimmern oder der Geruch nach dem Reinigen bleibt. Quietschtiere aus Kunststoff gehören in der Regel in den Kehrichtsack, sofern Ihre Gemeinde nichts anderes vorsieht.

Beim Neukauf lohnt es sich, auf die Bauweise zu achten:

  • Spielzeug ohne Loch: saugt kein Wasser an und bleibt innen sauber.
  • Zum Öffnen: Manche Badetiere lassen sich zerlegen, sodass Sie innen reinigen und trocknen können.
  • Becher, Boote und Schöpfspielzeug: offene Formen trocknen vollständig und sind leicht zu spülen.

Weitere Tipps zur Pflege von Kinderspielzeug finden Sie im Ratgeber Spielzeug reinigen.

Badespielzeug schimmelfrei halten

Die häufigsten Fehler

  • Spielzeug in der Wanne liegen lassen: Es trocknet nie ganz und saugt beim nächsten Bad neues Wasser an.
  • Geschlossene Aufbewahrungsbox: Die Feuchtigkeit bleibt drin, Schimmel hat leichtes Spiel.
  • Nasses Spielzeug verschliessen: Wer das Loch vor dem Trocknen abdichtet, züchtet den Belag im Inneren weiter.
  • Mehrere Reiniger kombinieren: Essig und Javelwasser dürfen nie zusammenkommen.
  • Zu lange hoffen: Stark befallene Quietschtiere lassen sich nicht mehr retten.

Häufige Fragen

Ist Schimmel im Badespielzeug gefährlich?

Das BAG stuft Schimmel in Wohnräumen als ungesund ein und empfiehlt, ihn rasch zu entfernen. Befallenes Spielzeug, aus dem schwarze Flocken kommen, sollten Sie deshalb nicht weiter verwenden. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich an Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt.

Kann man Quietscheentchen auskochen?

Nur wenn der Hersteller es ausdrücklich erlaubt. Viele weiche Kunststoffe verformen sich bei Hitze. Zudem erreicht auch heisses Wasser den festsitzenden Belag im Inneren nicht zuverlässig.

Wie verschliesst man das Loch im Badespielzeug?

Am einfachsten mit einem Tropfen Heissleim, sobald das Spielzeug innen völlig trocken ist. Kontrollieren Sie den Verschluss regelmässig, damit sich kein Pfropfen löst.

Wie oft sollte man Badespielzeug reinigen?

Nach jedem Bad ausdrücken und trocknen, einmal pro Woche kontrollieren und bei den ersten Anzeichen reinigen. Spielzeug ohne Loch spülen Sie einfach regelmässig mit warmem Wasser ab.

Übersicht: Schimmel im Badespielzeug: Quietscheentchen reinigen oder wegwerfen?
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Redaktion Priority CleanUnser Reinigungsteam aus Alberswil LU teilt hier Erfahrungen aus Umzugs-, Haushalts-, Büro- und Fensterreinigungen in der ganzen Zentral- und Nordwestschweiz.