
Ihr Hund verbringt viele Stunden am Tag in seinem Bett – und irgendwann sieht und riecht man das: Haare im Stoff, Schmutz von den Pfoten und ein Geruch, der sich in der ganzen Wohnung bemerkbar macht. Wer das Hundebett waschen will, erreicht mit der Waschmaschine allein aber oft wenig. Entscheidend sind die Vorbereitung, die richtige Temperatur und eine gründliche Trocknung.
Gerade gegen Ende des Winters, wenn Hunde nach Spaziergängen im Schneematsch nass heimkommen und bald der Fellwechsel beginnt, lohnt sich ein gründlicher Waschtag. Fünf Schritte zeigen, wie Bezug, Kissen und Füllung wieder sauber werden.
Warum Sie das Hundebett regelmässig waschen sollten
Im Hundebett sammelt sich mehr als nur Fell. Mit jedem Liegen gelangen Hautschuppen, Speichel, Talg und Schmutz von Pfoten und Bauch in den Stoff. Bakterien zersetzen diese Rückstände – daher der typische muffige Geruch, der mit der Zeit auch in Teppiche und Polster zieht.
Hautschuppen sind zudem Nahrung für Hausstaubmilben, die sich in warmen Textilien wohlfühlen. Für Menschen mit Allergien ist der Schlafplatz des Hundes deshalb doppelt wichtig: Laut aha! Allergiezentrum Schweiz stammen die Allergene von Tieren vor allem aus Haut, Speichel, Urin und Tränenflüssigkeit und haften an Haaren, Staub und Textilien. Hat der Hund Flöhe, fallen Eier und Larven bevorzugt dort ab, wo er schläft – was dann zu tun ist, erklärt der Ratgeber Flöhe in der Wohnung.
| Teil des Hundebetts | So wird es sauber |
|---|---|
| Abnehmbarer Bezug aus Baumwolle oder Polyester | In der Maschine, so heiss wie das Etikett erlaubt, ideal 60 °C |
| Decke oder Kissen aus Fleece | Meist 30–40 °C im Schonprogramm, nach Etikett |
| Innenkissen mit Faserfüllung | Oft maschinenwaschbar, wenig schleudern, gründlich trocknen |
| Kern aus Schaumstoff oder Memory Foam | Nicht in die Maschine: absaugen, von Hand reinigen, lüften |
| Korb aus Kunststoff | Mit warmem Wasser und etwas Spülmittel abwaschen |
1. Haare und Schmutz vorher entfernen
Hundehaare, die in die Maschine gelangen, verfilzen in der Trommel, setzen sich im Flusensieb fest und landen im schlimmsten Fall auf der nächsten Ladung. Deshalb gilt: erst entfernen, dann waschen.
- Das Bett im Freien gut ausschütteln – auf dem Balkon mit Rücksicht auf die Nachbarn und die Hausordnung.
- Mit dem Staubsauger und der Polsterdüse absaugen, auch Nähte, Ränder und Ecken.
- Festsitzende Haare mit einem leicht feuchten Gummihandschuh zusammenstreichen oder mit einer Fusselrolle abnehmen.
- Angetrockneten Schlamm und Erde trocken ausbürsten.
Weitere Tricks gegen Haare auf Sofa, Teppich und Kleidung finden Sie im Ratgeber Hundehaare entfernen.
2. Pflegeetikett lesen und Bezug abnehmen
Bevor etwas in die Maschine kommt, lohnt der Blick aufs Etikett. Welche Temperatur, welches Programm und ob der Tumbler erlaubt ist, verraten die Pflegesymbole. Eine verständliche Übersicht bietet der Index der Pflegesymbole von GINETEX: Die Zahl im Waschbottich nennt die höchste Temperatur, Balken darunter stehen für ein schonendes Programm mit kleinerer Ladung.
- Bezug abnehmen, Reissverschluss schliessen und auf links drehen – das schont Stoff und Maschine.
- Innenkissen oder Kern herausnehmen und separat beurteilen (siehe Schritt 4).
- Fehlt das Etikett, behandeln Sie das Teil wie Feinwäsche: 30 °C, Schonprogramm, wenig schleudern.
- Passt das Bett nicht locker in die Trommel, waschen Sie nur den Bezug. Die Wäsche braucht Platz, um sauber zu werden.
In der gemeinsamen Waschküche gilt die Waschküchenordnung. Entfernen Sie die Haare dort besonders gründlich und kontrollieren Sie Trommel und Flusensieb nach dem Waschgang – Ihre Nachbarn werden es Ihnen danken.
3. Bezug heiss und parfümfrei waschen
Für Bezüge und Decken, die es vertragen, ist 60 °C die beste Wahl. Das aha! Allergiezentrum Schweiz empfiehlt Menschen mit Hausstaubmilbenallergie, Kissen- und Bettbezüge sowie Pyjamas bei 60 °C zu waschen – dasselbe Prinzip hilft beim Schlafplatz des Hundes. Erlaubt das Etikett nur 30 oder 40 °C, waschen Sie häufiger und trocknen besonders gründlich.
- Parfümfreies Waschmittel: Ein mildes Mittel ohne Duftstoffe genügt, dosiert nach Packungsangabe. Hunde haben eine feine Nase – ein stark parfümiertes Bett wird mitunter gemieden, und Rückstände können empfindliche Haut reizen.
- Kein Weichspüler, keine Duftperlen: Sie hinterlassen Duft und einen Film auf den Fasern.
- Extra spülen: Ein zusätzlicher Spülgang holt Waschmittelreste aus dem dicken Stoff.
- Flecken vorbehandeln: Urin oder Erbrochenes zuerst mit kaltem Wasser ausspülen und bei Bedarf mit einem enzymatischen Reiniger aus dem Tierfachhandel behandeln. Heisses Wasser direkt auf frische Eiweissflecken kann sie fixieren.
4. Füllung und Schaumstoff richtig behandeln
Die Füllung entscheidet, ob das ganze Bett in die Maschine darf:
- Innenkissen mit Faserfüllung: Sind sie laut Etikett waschbar, im Schonprogramm mit wenig Schleudern waschen. Darf das Kissen in den Tumbler, lockern zwei, drei saubere Tennisbälle die Füllung auf.
- Schaumstoff und Memory Foam: Nicht in die Waschmaschine – der Kern kann reissen und trocknet innen kaum. Saugen Sie ihn ab, reinigen Sie Flecken mit einem feuchten Tuch und wenig mildem Waschmittel und drücken Sie das Wasser mit einem Frottiertuch aus, statt zu wringen.
- Gegen Geruch im Kern: Natron dünn aufstreuen, einige Stunden einwirken lassen und gründlich absaugen.
- Wasserdichter Innenbezug: Er schützt den Kern vor Urin und Speichel – sinnvoll für Welpen sowie für alte oder inkontinente Hunde.
Riecht ein älterer Kern trotz allem, ist ein Ersatz oft die bessere Lösung. Manche Hersteller verkaufen Kerne und Bezüge einzeln.
5. Gründlich trocknen und Rhythmus festlegen
Feuchte Füllungen sind ein Nährboden für muffigen Geruch und Schimmel. Lassen Sie deshalb alle Teile vollständig trocknen, bevor Sie das Bett wieder zusammensetzen. Bezüge und Decken trocknen an der Luft oder im Tumbler, wenn das Symbol es erlaubt. Schaumstoff legen Sie flach an einen luftigen Ort, nicht direkt auf die Heizung und nicht in die pralle Sonne – je nach Dicke dauert das ein bis zwei Tage.
Damit das Bett gar nicht erst stark riecht, hilft ein fester Rhythmus:
| Wie oft | Was |
|---|---|
| Wöchentlich | Ausschütteln, absaugen, Haare entfernen |
| Alle ein bis zwei Wochen | Bezug und Decke waschen, bei Allergien wöchentlich |
| Alle paar Monate | Innenkissen waschen oder Kern gründlich reinigen und lüften |
| Sofort | Nach Urin, Erbrochenem oder Flohbefall |
Ein Ersatzbezug macht den Wechsel einfach: Der Hund liegt immer sauber, während der andere Bezug trocknet. Hält sich der Geruch trotzdem in der Wohnung, finden Sie weitere Massnahmen im Ratgeber Hundegeruch entfernen.
Häufige Fehler
- Haare mitwaschen: Sie verstopfen das Flusensieb und landen auf der nächsten Wäsche.
- Viel Duft gegen Geruch: Weichspüler und parfümiertes Waschmittel überdecken den Geruch nur und stören die empfindliche Hundenase.
- Schaumstoff in die Maschine: Der Kern reisst oder bleibt innen feucht.
- Zu früh wieder hinlegen: Eine nur aussen trockene Füllung beginnt bald zu müffeln.
- Nur alle paar Monate waschen: Dann haben sich Haare, Schmutz und Geruch schon tief festgesetzt.
Häufige Fragen
Kann man ein Hundebett in der Waschmaschine waschen?
Den Bezug und viele Kissen mit Faserfüllung ja, sofern das Pflegeetikett es erlaubt. Kerne aus Schaumstoff oder Memory Foam gehören dagegen nicht in die Maschine. Entfernen Sie die Haare vorher gründlich und nutzen Sie einen Wäschesack.
Bei wie viel Grad wasche ich das Hundebett?
So heiss, wie das Etikett erlaubt – ideal sind 60 °C für Bezüge und Decken aus Baumwolle oder robustem Polyester. Empfindliche Stoffe waschen Sie bei 30 oder 40 °C, dafür etwas häufiger.
Wie oft sollte man ein Hundebett waschen?
Den Bezug alle ein bis zwei Wochen, bei Allergien im Haushalt wöchentlich. Absaugen lohnt sich jede Woche, Innenkissen und Kern sind alle paar Monate an der Reihe. Nach Urin, Erbrochenem oder Flöhen waschen Sie sofort.
Welches Waschmittel eignet sich für das Hundebett?
Ein mildes, parfümfreies Waschmittel in der richtigen Dosierung. Verzichten Sie auf Weichspüler und Duftperlen: Der Duft stört viele Hunde, und Rückstände können die Haut reizen.
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