Ungeziefer im Haushalt

Tigermücke: Brutstätten auf Balkon und Terrasse vermeiden – 5 Massnahmen

Untersetzer, Giesskanne, Regentonne: Wo Wasser stehen bleibt, können sich Stechmücken entwickeln. Mit einer kurzen Wochenroutine nehmen Sie ihnen die Brutplätze.

Veröffentlicht am · 6 Min. Lesezeit· von Redaktion Priority Clean
Terrakottatopf mit Untersetzer auf dem Balkon, ein möglicher Brutplatz der Tigermücke
📷 Mary · CC0 1.0

Ein vergessener Untersetzer, eine halb volle Giesskanne, das Planschbecken vom Wochenende: Auf Balkon und Terrasse bleibt im Sommer schnell irgendwo Wasser stehen. Genau dort setzt die Vorbeugung gegen die Tigermücke an. Die Asiatische Tigermücke ist eine invasive Stechmückenart, die in der Schweiz von Bund und Kantonen überwacht und bekämpft wird.

Sie selbst können viel beitragen, ganz ohne Chemie: indem Sie Stechmücken die Brutplätze nehmen. Fünf Massnahmen zeigen, welche Stellen Sie im Blick behalten sollten und was zu tun ist, wenn Sie eine verdächtige Mücke entdecken.

Warum die Tigermücke auf Balkon und Terrasse Brutplätze findet

Stechmücken legen ihre Eier dort ab, wo sich Wasser sammelt, und die Larven entwickeln sich im Wasser. Deshalb setzt das Bundesamt für Umwelt (BAFU) bei der Tigermücke vor allem an den Brutstätten an: In seinen Informationen zu Stechmücken und zur Asiatischen Tigermücke empfiehlt es, von Mai bis September alle Behälter, in denen Wasser stehen bleiben kann, abzudecken oder mindestens einmal pro Woche zu leeren und zu reinigen.

Auf Balkon und Terrasse gibt es davon mehr, als man denkt. Die Liste des BAFU nennt vor allem Alltagsgegenstände: Untersetzer, Vasen, Dachrinnen, Regentonnen, Tiernäpfe und Planschbecken – also viele kleine Wasserstellen rund ums Haus, die niemand bewusst angelegt hat.

Mögliche BrutstätteWas Sie tun können
Untersetzer von TopfpflanzenNach dem Giessen überschüssiges Wasser ausleeren, wöchentlich reinigen
Vasen, Giesskannen, Kübel, EimerLeeren und umgedreht oder abgedeckt versorgen
RegentonneMit Deckel oder dicht schliessendem Netz abdecken
Planschbecken, WasserspielzeugNach Gebrauch leeren oder abdecken
Tiernäpfe und VogeltränkenWasser mindestens wöchentlich wechseln, Napf auswaschen
Dachrinnen, Blachen, AbdeckplanenLaub entfernen, Mulden mit Wasser vermeiden

1. Untersetzer, Vasen und Giesskannen jede Woche leeren

Die häufigste Wasserstelle auf dem Balkon sind Pflanzenuntersetzer. Giessen Sie so, dass kein Wasser dauerhaft im Untersetzer steht, und leeren Sie ihn aus, wenn nach dem Giessen etwas zurückbleibt. Einmal pro Woche reiben Sie Untersetzer, Vasen und Kübel mit einer Bürste aus – das Leeren und Reinigen gehört laut BAFU zusammen. Wie Sie Töpfe und Untersetzer von Kalk und Belägen befreien, zeigt der Ratgeber Blumentöpfe reinigen.

Giesskannen, Eimer und leere Töpfe stellen Sie umgedreht hin oder versorgen sie unter einem Dach. Auch Schnittblumen auf dem Balkontisch brauchen regelmässig frisches Wasser.

2. Regentonne und Wasserbehälter dicht abdecken

Regentonnen sind auf Terrassen und in Schrebergärten beliebt, bieten aber viel stehendes Wasser. Das BAFU nennt sie ausdrücklich unter den Behältern, die abgedeckt werden sollen. Ein dicht schliessender Deckel oder ein feinmaschiges Netz, das straff sitzt, verhindert, dass Mücken ans Wasser gelangen. Prüfen Sie regelmässig, ob Deckel oder Netz noch dicht sind und sich keine Wasserpfütze darauf sammelt.

3. Planschbecken, Spielzeug und Tiernäpfe nicht vergessen

Ein Planschbecken, das tagelang gefüllt draussen steht, ist eine ideale Wasserstelle. Leeren Sie es nach dem Baden oder decken Sie es ab. Das dient gleich doppelt: Die BFU empfiehlt bei mobilen Kunststoffpools, die Leiter zu entfernen und das Becken bei Nichtgebrauch abzudecken oder zu leeren, weil kleine Kinder schon in wenigen Zentimetern Wasser ertrinken können.

Auch Sandkastenspielzeug, Förmchen, Eimerchen und Spritzpistolen sammeln Regenwasser. Stellen Sie sie nach dem Spielen umgedreht in eine Kiste. Den Trinknapf für Hund oder Katze und die Vogeltränke füllen Sie regelmässig frisch und waschen sie mindestens einmal pro Woche aus.

4. Dachrinne, Abläufe und Blachen kontrollieren

Verstopfte Dachrinnen sind in der BAFU-Liste ebenfalls aufgeführt: Laub staut das Wasser, und es bleibt stehen. Auf der eigenen Terrasse entfernen Sie Laub aus Rinnen und Abläufen, soweit das ohne Leiterakrobatik möglich ist. Hoch gelegene Dachrinnen und gemeinsame Schächte im Mehrfamilienhaus sind Sache von Hauswart und Verwaltung – melden Sie stehendes Wasser dort.

Achten Sie ausserdem auf Blachen über Gartenmöbeln, Veloanhängern oder Brennholz: In den Mulden sammelt sich Regenwasser. Spannen Sie die Plane straff oder kippen Sie das Wasser nach jedem Regen aus. Bei der Gelegenheit lohnt sich eine gründliche Reinigung; eine Anleitung finden Sie im Ratgeber Balkon reinigen.

5. Tigermücke erkennen und melden

Das BAFU bittet darum, schwarz-weiss gestreifte Stechmücken einer regionalen Meldestelle einzusenden. Solche Hinweise helfen den Behörden, die Ausbreitung zu überwachen. Welche Stelle für Ihren Wohnort zuständig ist und wie Sie eine Mücke einsenden, erfahren Sie auf der Seite des BAFU oder bei Ihrem Kanton.

Für die Wohnung empfiehlt das BAFU Fliegengitter an den Fenstern. Damit sie dicht bleiben, reinigen Sie sie regelmässig, wie im Ratgeber Fliegengitter reinigen beschrieben. Insektizid-Verdampfer für die Steckdose sind laut BAFU nicht für den Dauergebrauch empfohlen.

Balkon-Check gegen die Tigermücke (Mai bis September, wöchentlich)

Die häufigsten Fehler

  • Nur die grossen Wasserflächen im Blick: Die meisten Brutstätten sind klein – ein Untersetzer reicht.
  • Leeren ohne Reinigen: Das BAFU empfiehlt, Behälter zu leeren und zu reinigen.
  • Planschbecken tagelang gefüllt stehen lassen: Brutplatz und Unfallrisiko zugleich.
  • Verdampfer im Dauerbetrieb: laut BAFU nicht empfohlen, besser Fliegengitter.
  • Stehendes Wasser im Gemeinschaftsbereich ignorieren: Hauswart oder Verwaltung informieren.

Weitere Ursachen für Mücken im Innenraum behandelt der Ratgeber Mücken in der Wohnung.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich eine Tigermücke?

Das BAFU beschreibt sie als schwarz-weiss gestreifte Stechmücke. Ob es sich wirklich um eine Tigermücke handelt, klären die regionalen Meldestellen. Senden Sie verdächtige Exemplare dorthin ein, statt selbst eine Diagnose zu stellen.

Wann muss ich auf Brutstätten achten?

Das BAFU empfiehlt, von Mai bis September alle Behälter, in denen sich Wasser sammeln kann, abzudecken oder mindestens einmal pro Woche zu leeren und zu reinigen.

Wo melde ich eine Tigermücke?

Bei einer regionalen Meldestelle. Welche für Ihren Wohnort zuständig ist, finden Sie auf der Seite des BAFU zu Stechmücken oder bei Ihrem Kanton.

Ist die Tigermücke gefährlich?

Sie kann Dengue-, Chikungunya- und Zika-Viren übertragen, weshalb Bund und Kantone sie überwachen und bekämpfen. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit wenden Sie sich an eine Ärztin oder einen Arzt.

Übersicht: Tigermücke: Brutstätten auf Balkon und Terrasse vermeiden – 5 Massnahmen
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Redaktion Priority CleanUnser Reinigungsteam aus Alberswil LU teilt hier Erfahrungen aus Umzugs-, Haushalts-, Büro- und Fensterreinigungen in der ganzen Zentral- und Nordwestschweiz.