Küche & Haushaltsgeräte

Eingebranntes aus der Pfanne entfernen: 5 Methoden für Edelstahl, Guss und Beschichtung

Angebrannte Zwiebeln, schwarzer Fettfilm, verkrustete Sauce? Mit der richtigen Methode für jedes Pfannenmaterial wird Ihre Pfanne wieder sauber – ohne Kratzer.

Veröffentlicht am · 6 Min. Lesezeit· von Redaktion Priority Clean
Beschichtete Bratpfanne auf dem Kochfeld vor dem Entfernen von Eingebranntem
📷 rawpixel (creator not credited) · CC0 1.0

Ein kurzer Anruf, ein Blick aufs Handy – und schon riecht es verbrannt. Die Rösti klebt am Boden, die Sauce ist schwarz, und auf dem Pfannenboden bleibt eine harte Kruste zurück. Wer jetzt Eingebranntes aus der Pfanne entfernen will, greift oft zur Stahlwolle. Das kann bei der falschen Pfanne mehr Schaden anrichten als das Angebrannte selbst.

Entscheidend ist das Material. Eine Edelstahlpfanne verträgt andere Methoden als eine beschichtete Bratpfanne oder eine schwere Gusseisenpfanne. In diesem Ratgeber finden Sie zuerst eine Übersicht und dann fünf Methoden, die in der Schweizer Haushaltsküche gut funktionieren – mit Mitteln, die Sie wahrscheinlich schon im Schrank haben.

Welches Material hat Ihre Pfanne?

MaterialVerträgtNicht verwenden
EdelstahlNatron, Spülmittel, Essig bei Verfärbungen, weiche ScheuerpasteChlorbleiche, Stahlwolle auf polierten Flächen
Beschichtet (Antihaft)Einweichen, Natron aufkochen, weiche SchwämmeStahlwolle, Metallschaber, Scheuermilch, Geschirrspüler (je nach Hersteller)
Gusseisen und Eisen (Schmiedeeisen)Heisses Wasser, grobes Salz, Bürste, danach ÖlEinweichen über Nacht, Spülmaschine, viel Spülmittel
EmailleEinweichen, Natron, weiche BürsteHarte Schläge, Temperaturschock, Metallschaber
Aluminium (unbeschichtet)Spülmittel, weiche SchwämmeNatron in hoher Konzentration, Geschirrspüler (dunkle Verfärbungen möglich)

Die Angaben des Herstellers haben immer Vorrang. Schauen Sie im Zweifel auf den Pfannenboden oder in die Gebrauchsanleitung.

1. Einweichen: der sanfte Start für jede Pfanne

Bevor Sie irgendetwas schrubben, geben Sie der Pfanne Zeit.

  1. Pfanne vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.
  2. Warmes Wasser mit einem Schuss Spülmittel einfüllen, sodass die Verkrustung bedeckt ist.
  3. 30 Minuten bis einige Stunden stehen lassen.
  4. Mit einem Holz- oder Silikonspatel die gelösten Reste abschaben.
  5. Mit einem weichen Schwamm nachwischen.

Bei leicht Angebranntem reicht das oft schon. Gusseisen- und Eisenpfannen weichen Sie allerdings nur kurz ein, sonst rosten sie.

2. Eingebranntes aus der Pfanne entfernen mit Natron

Natron ist unser Favorit für hartnäckige Krusten in Edelstahl-, Emaille- und vielen beschichteten Pfannen.

  1. So viel Wasser in die Pfanne geben, dass der Boden gut bedeckt ist.
  2. Zwei bis drei Esslöffel Natron einstreuen.
  3. Aufkochen und 5–10 Minuten leicht köcheln lassen.
  4. Herd ausschalten und die Pfanne abkühlen lassen.
  5. Die aufgeweichten Reste mit einem Holzspatel lösen.
  6. Gründlich mit Spülwasser nachwaschen.

Für einzelne Flecken, die danach noch bleiben, rühren Sie Natron mit wenig Wasser zu einer Paste an, tragen sie auf und reiben mit einem weichen Schwamm. Natron gehört zu den Hausmitteln, die die Stiftung für Konsumentenschutz als Alternative zu vielen Spezialprodukten empfiehlt.

3. Edelstahlpfanne: Verfärbungen und Regenbogenflecken

Edelstahl ist robust, zeigt aber gerne braune Ränder oder regenbogenfarbene Verfärbungen durch Hitze.

  • Braune Fettränder: Mit Natronpaste oder einer milden Scheuerpaste für Edelstahl in Schliffrichtung reiben.
  • Regenbogenflecken: Mit etwas verdünntem Essig auswischen, danach mit Wasser nachspülen. Die Verfärbungen sind harmlos.
  • Weisse Kalkflecken: Ebenfalls mit Essigwasser, anschliessend gut trocknen.
  • Aussenseite und Boden: Eingebranntes Fett mit Natronpaste und einem nicht kratzenden Pad behandeln.

Mehr Tipps für streifenfreien Glanz auf Spüle, Herd und Geräten finden Sie in Edelstahl reinigen.

4. Beschichtete Pfanne: sanft bleiben

Bei Antihaft-Beschichtungen ist Geduld das wichtigste Werkzeug. Kratzer beschädigen die Beschichtung dauerhaft, und die Pfanne klebt danach erst recht.

  1. Pfanne abkühlen lassen.
  2. Mit warmem Spülwasser einweichen.
  3. Bei hartnäckigen Resten die Natron-Aufkoch-Methode verwenden.
  4. Nur weiche Schwämme, Mikrofaser oder Silikonbürsten nutzen.
  5. Pfanne gut trocknen und bei Bedarf hauchdünn mit Speiseöl einreiben.

Löst sich die Beschichtung bereits ab oder ist sie stark zerkratzt, ist es Zeit für eine neue Pfanne. Viele Hersteller empfehlen in diesem Fall, die Pfanne nicht mehr zu verwenden.

5. Gusseisen und Eisen: Salz statt Seife

Guss- und Eisenpfannen haben eine natürliche Patina aus eingebranntem Öl, die sie antihaftend macht. Diese Schicht soll erhalten bleiben.

  1. Pfanne noch warm mit heissem Wasser ausspülen.
  2. Eine Handvoll grobes Salz hineinstreuen.
  3. Mit einem gefalteten Küchenpapier oder einer Bürste kräftig reiben – das Salz wirkt als natürliches Scheuermittel.
  4. Salz ausschütten, mit heissem Wasser nachspülen.
  5. Pfanne auf dem Herd vollständig trocknen lassen.
  6. Hauchdünn mit hitzebeständigem Öl einreiben.

Hat sich Rost gebildet oder ist die Patina stark beschädigt, muss die Pfanne neu eingebrannt werden. Dafür wird sie gereinigt, dünn eingeölt und nach Herstellerangabe erhitzt. Die gleiche Vorsicht gilt übrigens für Caquelons aus Gusseisen – mehr dazu im Ratgeber Fondue-Caquelon reinigen.

Häufige Fehler beim Pfannenreinigen

  • Backofenreiniger in der Pfanne: Viele Backofen- und Grillreiniger enthalten ätzende Laugen. Tox Info Suisse warnt vor Verätzungsgefahr – für Kochgeschirr sind sie nicht gedacht. Im Notfall: 145.
  • Stahlwolle auf Beschichtung: Zerstört die Antihaftschicht.
  • Gusseisen im Geschirrspüler: Die Patina verschwindet, und die Pfanne rostet.
  • Heisse Pfanne ins kalte Wasser: Kann den Boden verziehen.
  • Zu früh aufgeben: Oft braucht es zwei Durchgänge mit Natron.
  • Zu hohe Hitze beim Braten: Die häufigste Ursache für Eingebranntes überhaupt.
Damit nichts mehr anbrennt

Wenn nicht nur die Pfanne, sondern auch der Backofen Spuren vom letzten Kochabend trägt, hilft unser Ratgeber Backofen reinigen mit Hausmitteln.

Häufige Fragen

Wie bekomme ich Eingebranntes aus der Pfanne?

Am einfachsten mit Wasser und zwei bis drei Esslöffeln Natron aufkochen, abkühlen lassen und die aufgeweichten Reste mit einem Holzspatel lösen. Bei Gusseisen verwenden Sie stattdessen grobes Salz.

Wie reinige ich eine beschichtete Pfanne mit Eingebranntem?

Einweichen, bei Bedarf mit Natronwasser aufkochen und nur mit weichen Schwämmen oder Silikonbürsten reinigen. Stahlwolle, Scheuermilch und Metallschaber beschädigen die Beschichtung.

Kann man Eingebranntes mit Backpulver entfernen?

Backpulver enthält Natron und kann bei leichten Verkrustungen helfen. Reines Natron ist jedoch konzentrierter und wirkt meist besser.

Darf eine Gusseisenpfanne in den Geschirrspüler?

In der Regel nein. Die Patina wird angegriffen, und die Pfanne kann rosten. Reinigen Sie Gusseisen mit heissem Wasser und Salz und ölen Sie die Pfanne danach dünn ein.

Übersicht: Eingebranntes aus der Pfanne entfernen: 5 Methoden für Edelstahl, Guss und Beschichtung
Auf einen Blick · Grafik öffnen & speichern
War dieser Artikel hilfreich?

Danke für Ihr Feedback! Teilen Sie den Artikel gerne weiter.

Danke! Was hat Ihnen gefehlt? Schreiben Sie uns kurz – wir verbessern den Artikel. WhatsApp

Artikel teilen
WhatsApp Facebook LinkedIn X Telegram Pinterest E-Mail
Priority Clean
Redaktion Priority CleanUnser Reinigungsteam aus Alberswil LU teilt hier Erfahrungen aus Umzugs-, Haushalts-, Büro- und Fensterreinigungen in der ganzen Zentral- und Nordwestschweiz.