Bad & WC

Föhn reinigen: Luftfilter von Flusen befreien – für Leistung und Sicherheit

Wird der Föhn laut, heiss oder riecht verbrannt, ist oft das Ansauggitter verstopft. Mit Zahnbürste und Staubsauger ist es in zehn Minuten wieder frei.

Veröffentlicht am · 6 Min. Lesezeit· von Redaktion Priority Clean
Föhn mit Lufteinlass am Heck trocknet dunkles Haar beim Coiffeur
📷 rawpixel (creator not credited) · CC0 1.0

Morgens schnell die Haare trocknen, und plötzlich heult der Föhn lauter als sonst, bläst nur noch lauwarm oder riecht leicht verbrannt. Häufig ist dann nicht der Motor schuld, sondern ein Ansauggitter voller Haare, Flusen und Staub. Wer den Föhn reinigen will, braucht weder Werkzeug noch Spezialmittel: Eine alte Zahnbürste, ein Staubsauger und zehn Minuten reichen.

Gerade im Winter läuft das Gerät fast täglich. Fünf Schritte zeigen, wie Sie Filter, Gehäuse und Aufsätze sicher säubern – und wann ein Föhn ins Recycling statt in die Steckdose gehört.

Warum Sie den Föhn regelmässig reinigen sollten

Ein Föhn ist ein kleiner Ventilator mit Heizung: Der Motor saugt Luft durch das Ansauggitter an, meist auf der Rückseite, bei manchen Modellen im Griff, und bläst sie an einer Heizspirale vorbei durch die Düse. Haare und Flusen bleiben am Gitter hängen, dazu kommen Staub aus dem Bad und klebrige Rückstände von Haarspray.

Ist das Gitter zugesetzt, kommt weniger Luft durch. Die Heizspirale wird schlechter gekühlt, das Gerät läuft heisser und das Trocknen dauert länger. Staub, der bis zur Heizspirale gelangt, verschmort – daher der typische Brandgeruch. Die meisten Föhne haben einen Überhitzungsschutz, der rechtzeitig abschaltet. Löst er öfter aus, ist das ein Warnsignal.

AnzeichenWahrscheinliche UrsacheWas tun
Föhn wird lauter oder pfeiftGitter mit Haaren und Flusen zugesetztGitter und Filter reinigen
Schwacher LuftstromFilter verstopftFilter reinigen, danach testen
Gerät schaltet ab, läuft nach dem Abkühlen wiederÜberhitzungsschutz hat ausgelöstAbkühlen lassen, Gitter säubern
Kurzer Brandgeruch beim EinschaltenStaub an der HeizspiraleReinigen; bleibt der Geruch, nicht mehr verwenden
Funken, Rauch oder beschädigtes KabelDefektStecker ziehen, nicht mehr benutzen

1. Stecker ziehen und abkühlen lassen

Reinigen Sie den Föhn nie, solange er am Strom hängt – auch nicht «nur kurz». Ziehen Sie am Stecker, nicht am Kabel, und warten Sie, bis sich das Gerät rundum kalt anfühlt. Arbeiten Sie auf einem Handtuch am Tisch, nicht über dem gefüllten Lavabo.

Prüfen Sie dabei das Kabel: Knicke, Risse oder eine lockere Stelle am Kabelaustritt sind ein Grund, das Gerät nicht mehr zu verwenden. Solche Schäden entstehen typischerweise, wenn das Kabel eng um den Griff gewickelt wird.

2. Ansauggitter und Luftfilter von Flusen befreien

Bei vielen Modellen lässt sich die Abdeckung des Ansauggitters abnehmen – durch Drehen, Abziehen oder Aufklappen, wie es die Bedienungsanleitung zeigt. Manche haben darunter ein feines Filtersieb, bei anderen ist das Gitter fest verbaut.

  1. Abdeckung abnehmen und Haarknäuel von Hand oder mit der Pinzette herausziehen.
  2. Gitter und Filter über dem Abfalleimer mit einer trockenen, weichen Zahnbürste ausbürsten.
  3. Feinen Staub mit der Fugen- oder Bürstendüse des Staubsaugers absaugen – bei fest verbautem Gitter direkt von aussen.
  4. Haarspray-Beläge an der abgenommenen Abdeckung mit einem feuchten Tuch und etwas Abwaschmittel lösen.
  5. Filter, die laut Anleitung waschbar sind, lauwarm ausspülen und über Nacht vollständig trocknen lassen.

Stochern Sie nie mit Messern oder Nadeln durch das Gitter: Dahinter liegen Ventilator und Heizspirale.

3. Gehäuse, Griff und Kabel abwischen

Wischen Sie Gehäuse und Kabel bei ausgestecktem Gerät mit einem gut ausgewrungenen Mikrofasertuch und einem Tropfen Abwaschmittel ab und reiben Sie trocken nach. Scheuermilch, Lösungsmittel und aggressive Reiniger greifen Kunststoff und Beschriftungen an.

Stehen Putzmittel im Bad, gilt der Rat von Tox Info Suisse: Reinigungsmittel in der Originalverpackung und für Kinder unerreichbar lagern und nie in Getränkeflaschen umfüllen. Bei Vergiftungsverdacht hilft Tox Info Suisse unter 145. Flusen aus dem Bad sammeln sich übrigens auch im Lüftungsgitter an der Decke – mehr dazu im Ratgeber Badlüfter reinigen.

4. Düse, Diffusor und Aufsätze waschen

Stylingdüse, Diffusor und Kammaufsätze sind reine Kunststoffteile. Anders als das Gerät dürfen sie ins Wasser, sofern die Anleitung nichts anderes sagt:

  • In warmem Wasser mit etwas Abwaschmittel einweichen.
  • Diffusorfinger und Düsenschlitze mit der Zahnbürste ausbürsten und Haare herausziehen.
  • Klar nachspülen und vollständig trocknen lassen, bevor Sie die Teile wieder aufsetzen.
  • Den Geschirrspüler nur verwenden, wenn der Hersteller das erlaubt – Hitze kann Kunststoff verformen.

Bürsten und Kämme erledigen Sie am besten gleich mit, wie im Ratgeber Haarbürste reinigen beschrieben.

5. Testen, aufbewahren und defekte Geräte entsorgen

Setzen Sie Filter und Abdeckung wieder fest ein, sonst saugt der Föhn Haare direkt an. Testen Sie ihn zuerst auf der niedrigsten Stufe. Ein kurzer Geruch in den ersten Sekunden kann von Staubresten stammen. Riecht es anhaltend verbrannt, sehen Sie Funken oder schaltet das Gerät trotz sauberem Gitter immer wieder ab, verwenden Sie es nicht mehr. Den abgekühlten Föhn bewahren Sie locker aufgerollt auf, weg von Lavabo und Dusche.

Ein defekter Föhn gehört nicht in den Kehrichtsack. Elektrogeräte müssen zurückgegeben werden, und Händler, Hersteller und Importeure nehmen laut BAFU Geräte der Art, die sie verkaufen, kostenlos zurück – auch ohne Neukauf.

Föhn reinigen: in zehn Minuten

Häufige Fehler beim Föhn reinigen

  • Reinigen mit eingestecktem Stecker: Ein versehentlicher Druck auf den Schalter genügt, und Ventilator und Heizspirale laufen an.
  • Das Gerät abspülen: Wasser im Gehäuse kann einen Kurzschluss auslösen.
  • Mit spitzen Gegenständen ins Gitter stochern: Das beschädigt Ventilator oder Heizspirale.
  • Nasse Teile sofort einsetzen: Restfeuchte gehört nicht in ein Gerät mit Heizspirale.
  • Brandgeruch ignorieren: Ein Föhn, der nach der Reinigung weiter verbrannt riecht, gehört in die Rückgabe, nicht zurück ins Bad.

Häufige Fragen

Wie oft sollte man den Föhn reinigen?

Bei täglichem Gebrauch lohnt sich jede Woche ein kurzer Blick aufs Ansauggitter. Sobald sich ein sichtbarer Belag aus Haaren und Flusen gebildet hat, ist es Zeit für die Reinigung. Ein festes Intervall des Herstellers finden Sie in der Bedienungsanleitung.

Warum riecht mein Föhn verbrannt?

Meist verschmoren Staub oder Haare an der Heizspirale – oft, weil das verstopfte Gitter das Gerät heiss laufen lässt. Reinigen Sie Gitter und Filter. Bleibt der Geruch oder sehen Sie Funken oder Rauch, benutzen Sie den Föhn nicht mehr.

Darf man einen Föhn mit Wasser reinigen?

Das Gerät selbst nie. Düse, Diffusor und Filter, die laut Anleitung waschbar sind, dürfen in warmes Wasser mit Abwaschmittel. Alles muss vollständig trocken sein, bevor Sie es wieder einsetzen.

Wohin mit einem defekten Föhn?

Nicht in den Kehrichtsack. Bringen Sie ihn in ein Geschäft, das Föhne verkauft – es muss ihn kostenlos zurücknehmen, auch wenn Sie nichts Neues kaufen – oder zu einer Sammelstelle für Elektroschrott.

Übersicht: Föhn reinigen: Luftfilter von Flusen befreien – für Leistung und Sicherheit
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Redaktion Priority CleanUnser Reinigungsteam aus Alberswil LU teilt hier Erfahrungen aus Umzugs-, Haushalts-, Büro- und Fensterreinigungen in der ganzen Zentral- und Nordwestschweiz.