Saisonal & Feiertage

Regentonne reinigen: Algen, Schlamm und Mückenlarven loswerden

Grünes Wasser, fauliger Geruch und zappelnde Larven: Eine vernachlässigte Regentonne wird schnell zum Problem. Mit Bürste, Deckel und einem festen Rhythmus bleibt das Giesswasser sauber.

Veröffentlicht am · 6 Min. Lesezeit· von Redaktion Priority Clean
Wasser spritzt in eine gefüllte Tonne, wie sie Regenwasser im Garten sammelt
📷 rawpixel (creator not credited) · CC0 1.0

Regenwasser vom Dach ist weich, kostet nichts und tut Gemüse, Balkonblumen und Topfpflanzen gut. Doch wer die Tonne einfach laufen lässt, hat im Hochsommer oft grünes, trübes Wasser, einen fauligen Geruch und kleine Larven an der Oberfläche. Wer seine Regentonne reinigen will, braucht dafür weder Chemie noch viel Zeit – nur den richtigen Zeitpunkt, eine Bürste und einen gut sitzenden Deckel.

Eine saubere, abgedeckte Tonne ist zudem ein Beitrag gegen die Asiatische Tigermücke, die sich in der Schweiz ausbreitet. Fünf Schritte zeigen, wie Sie die Tonne vom Frühling bis zum Winter in Schuss halten.

Warum eine Regentonne verschmutzt

Mit dem Regen gelangen Blütenstaub, Laub, Moos, Vogelkot und Staub vom Dach in die Tonne. Das organische Material sinkt ab und bildet mit der Zeit eine Schicht Schlamm. Zersetzt es sich ohne Sauerstoff, beginnt das Wasser zu riechen. Sonnenlicht und Wärme lassen ausserdem Algen wachsen, vor allem in hellen oder durchscheinenden Behältern.

Offenes, stehendes Wasser ist zudem ein idealer Brutplatz für Stechmücken. Die Weibchen legen ihre Eier auf oder knapp über der Wasseroberfläche ab, und innert weniger Tage schlüpfen Larven.

AnzeichenUrsacheAbhilfe
Grünes, trübes WasserAlgen durch Licht und WärmeSchattiger Standort, Deckel, Tonne ausbürsten
Fauliger GeruchSchlamm und Laub am BodenTonne leeren, Schlamm entfernen, Laubfilter
Zappelnde Larven an der OberflächeMücken legen Eier im offenen WasserDeckel oder Netz, Tonne leeren
Schmieriger Belag an den WändenBiofilm aus Schmutz und AlgenMit Bürste und Wasser abschrubben
Tropfender oder verstopfter HahnSchlamm und Laub im AuslaufHahn abschrauben und durchspülen

1. Den richtigen Zeitpunkt wählen

Am einfachsten reinigen Sie die Regentonne im Frühling, bevor die Giesssaison beginnt, und dann wieder, wenn das Wasser im Sommer zu riechen beginnt. Planen Sie die Arbeit nach einer Trockenperiode, wenn der Wasserstand tief ist: Das Wasser brauchen Sie ohnehin für den Garten.

Leeren Sie die Tonne vor der Reinigung, indem Sie mit dem Wasser Beete, Rasen und Kübelpflanzen giessen. So geht nichts verloren. Regenwasser aus der Tonne ist übrigens kein Trinkwasser.

2. Leeren und Schlamm entfernen

  1. Den Zulauf vom Fallrohr schliessen oder den Regensammler auf «Winter» bzw. «zu» stellen.
  2. Das Wasser über den Hahn ablassen oder mit Giesskanne und Eimer schöpfen. Bei grossen Tonnen hilft eine kleine Tauchpumpe.
  3. Den Schlamm am Boden mit einer Schaufel, einem Becher oder einem Nasssauger herausholen.
  4. Kleine Tonnen können Sie am Schluss kippen und ausleeren. Eine volle Tonne dagegen nie anheben oder kippen: Ein Liter Wasser wiegt ein Kilo.

Der Schlamm ist nährstoffreich. Verteilen Sie ihn dünn auf Beeten oder unter Sträuchern oder geben Sie ihn auf den Kompost – nicht in einen Ablauf.

3. Regentonne reinigen ohne Chemie

Für die eigentliche Reinigung reichen klares Wasser und eine Bürste mit langem Stiel. Schrubben Sie Wände und Boden gründlich ab, bis der schmierige Belag weg ist, und spülen Sie mit dem Schlauch nach. Bei hartnäckigem Biofilm hilft heisses Wasser aus der Küche. Reinigen Sie auch Deckel, Hahn und den Laubfang im Regensammler.

Verzichten Sie auf Reinigungsmittel, Javel oder Essigessenz. Reste davon landen sonst im Giesswasser und damit auf Pflanzen, im Boden und bei Nützlingen. Das Spülwasser leiten Sie auf den Rasen oder in ein Beet, nicht in den Strassenablauf. Die kantonalen Umweltfachstellen erinnern daran, dass Regenwasser von Dächern und Terrassen im Trennsystem ungeklärt in die Natur fliesst und selbst gut abbaubare Reinigungsmittel Gewässern schaden.

Kontrollieren Sie bei der Gelegenheit auch den Zulauf: Ist die Dachrinne voller Laub, füllt sich die Tonne schnell wieder mit Schmutz. Wie Sie Rinnen sicher säubern, zeigt der Ratgeber Dachrinne reinigen.

4. Deckel und Netz gegen Tigermücken

Die Asiatische Tigermücke legt ihre Eier bevorzugt in kleine Wasserbehälter rund ums Haus. Das BAFU empfiehlt, von Mai bis September alle Behälter, in denen sich Wasser sammeln kann – auch Regentonnen –, abzudecken oder mindestens einmal pro Woche zu leeren und zu reinigen.

  • Deckel: Er sollte dicht schliessen und am besten eine Öffnung nur für den Zulauf haben.
  • Netz: Wo kein Deckel passt, spannen Sie ein feinmaschiges Mückennetz straff über die Öffnung und fixieren es mit einem Spanngummi.
  • Kontrolle: Schauen Sie jede Woche kurz nach, ob Deckel und Netz noch dicht sind.

5. Überlauf, Standort und Winterpause

Damit die Tonne bei Starkregen nicht überläuft und Wasser an die Hausmauer drückt, braucht sie einen Überlauf. Viele Regensammler am Fallrohr stoppen den Zulauf automatisch, sobald die Tonne voll ist. Ein schattiger Standort hält das Wasser kühl und bremst das Algenwachstum.

Vor dem ersten Frost machen Sie die Tonne winterfest: ganz leeren, Hahn offen lassen, Zulauf auf Winterbetrieb stellen und die Tonne abdecken oder umgedreht lagern. Gefrierendes Wasser dehnt sich aus und kann Kunststofftonnen und Hähne sprengen.

Regentonne reinigen: der Jahresplan

Häufige Fehler bei der Regentonne

  • Offen stehen lassen: Mückenlarven entwickeln sich innert Tagen.
  • Mit Javel desinfizieren: schadet Pflanzen, Boden und Gewässern und ist unnötig.
  • Volle Tonne kippen: Verletzungsgefahr und kaputte Tonne.
  • Im Winter gefüllt lassen: Frost sprengt Tonne und Hahn.
  • Dachrinne vergessen: Laub im Zulauf füllt die frisch gereinigte Tonne sofort wieder mit Schmutz.

Mehr gegen die Plagegeister im Haus lesen Sie im Ratgeber Mücken in der Wohnung.

Häufige Fragen

Wie oft sollte man eine Regentonne reinigen?

Mindestens einmal im Frühling gründlich. Im Sommer reinigen Sie sie, sobald das Wasser riecht oder Larven auftauchen. Von Mai bis September sollte die Tonne abgedeckt sein oder wöchentlich geleert werden.

Was hilft gegen Algen in der Regentonne?

Ein schattiger Standort, ein lichtdichter Deckel und regelmässiges Ausbürsten. Chemische Algenmittel und Javel gehören nicht ins Giesswasser.

Was tun gegen Mückenlarven in der Regentonne?

Die Tonne leeren, das Wasser in den Garten giessen, die Wände ausbürsten und danach einen dichten Deckel oder ein feines Netz anbringen. Ohne offene Wasseroberfläche können Mücken keine Eier mehr ablegen.

Muss die Regentonne im Winter geleert werden?

Ja. Frierendes Wasser dehnt sich aus und kann Tonne und Hahn beschädigen. Leeren Sie die Tonne vor dem ersten Frost, lassen Sie den Hahn offen und stellen Sie den Zulauf auf Winterbetrieb.

Übersicht: Regentonne reinigen: Algen, Schlamm und Mückenlarven loswerden
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Redaktion Priority CleanUnser Reinigungsteam aus Alberswil LU teilt hier Erfahrungen aus Umzugs-, Haushalts-, Büro- und Fensterreinigungen in der ganzen Zentral- und Nordwestschweiz.