Küche & Haushaltsgeräte

Geschirrtücher waschen: 60 Grad, weniger Keime und 5 Regeln für Tücher und Lappen

Das feuchte Tuch am Backofengriff ist ein idealer Ort für Bakterien. Mit häufigem Wechseln, der richtigen Temperatur und gutem Trocknen bleibt die Küche sauber.

Veröffentlicht am · 5 Min. Lesezeit· von Redaktion Priority Clean
Gestreifte Geschirrtücher und Spülbürste im Weidenkorb – Geschirrtücher waschen bei 60 Grad
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Es hängt am Backofengriff, trocknet Teller ab, wischt kurz die Hände und fängt den verschütteten Saft auf – das Geschirrtuch ist in vielen Küchen ein Allzweckwerkzeug. Genau das macht es zur Keimschleuder. Wer Geschirrtücher waschen will, damit sie wirklich hygienisch sind, braucht vor allem drei Dinge: häufiges Wechseln, die richtige Temperatur und gutes Trocknen.

Im Sommer, wenn es in der Küche warm und feucht ist, vermehren sich Bakterien in Tüchern und Lappen besonders schnell. Fünf Regeln zeigen, wie Sie Geschirrtücher, Spültücher und Lappen sauber halten, zu Hause wie in der Waschküche.

Warum Geschirrtücher so schnell zur Keimschleuder werden

Bakterien brauchen Feuchtigkeit, Wärme und Nahrung. Ein Geschirrtuch, das den ganzen Tag feucht am Griff hängt und Reste von Sauce, Milch oder Fleischsaft aufgenommen hat, bietet alles davon. Mit jedem Gebrauch landen die Keime wieder auf Tellern, Gläsern und Händen.

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen weist darauf hin, dass sich Keime in der Küche über Hände, Schneidebretter, Utensilien und Tücher verbreiten und Arbeitsflächen nach jedem Schritt mit heissem Wasser und Seife gereinigt werden sollten. Ein sauberes Tuch gehört deshalb genauso zur Küchenhygiene wie ein sauberes Brett.

Ein muffiger Geruch ist ein klares Zeichen: Riecht ein Tuch, haben sich darin bereits viele Bakterien vermehrt. Dann gehört es sofort in die Wäsche.

TextilWann wechselnWie waschen
Spültuch und AbwaschlappenTäglich bis alle zwei Tage60 °C, Vollwaschmittel
GeschirrtuchAlle zwei bis drei Tage, sofort wenn schmutzig60 °C, Vollwaschmittel
Handtuch in der KücheAlle paar Tage60 °C
Mikrofasertuch für FlächenNach grösseren Einsätzen60 °C, ohne Weichspüler
Tuch nach Kontakt mit rohem FleischSofort60 °C

1. Tücher und Lappen häufig wechseln

Die einfachste Hygieneregel ist ein grosser Vorrat. Wer genug Geschirrtücher und Lappen im Schrank hat, wechselt sie auch wirklich. Legen Sie lieber zehn Tücher mehr hin, als ein einziges eine Woche lang zu benutzen.

Als Faustregel: Abwaschlappen und Spültücher täglich oder jeden zweiten Tag austauschen, Geschirrtücher nach zwei bis drei Tagen. Sofort in die Wäsche gehört jedes Tuch, das mit rohem Fleisch, Geflügel, Eiern oder Fisch in Berührung kam, das sichtbar schmutzig ist oder riecht.

2. Tücher nach Einsatz trennen

Ein Tuch für alles verteilt Keime von der Arbeitsfläche auf das saubere Geschirr. Trennen Sie deshalb konsequent:

  • Geschirrtuch: nur für saubere, gespülte Teller, Gläser und Besteck.
  • Handtuch: separat und gut erkennbar, zum Beispiel in einer anderen Farbe.
  • Lappen oder Mikrofasertuch: für Arbeitsflächen, Kochfeld und Spüle.
  • Haushaltpapier: für rohes Fleisch, Fett und grobe Verschmutzungen.

Ein Farbsystem hilft, dass alle im Haushalt die Tücher auseinanderhalten. Wie das funktioniert, zeigt der Ratgeber Putzlappen-Farben.

3. Geschirrtücher mit 60 Grad und Vollwaschmittel waschen

Für Alltagskleidung sind tiefe Temperaturen sinnvoll: EnergieSchweiz empfiehlt tiefe Temperaturen von 20 bis 30 °C, Eco-Programme und volle Ladungen – ohne dabei mehr Waschmittel zu nehmen. Geschirrtücher, Lappen und Küchenhandtücher sind aber die Ausnahme. Sie sollten Sie mit 60 °C waschen, sofern das Pflegeetikett es erlaubt – bei Baumwolle und Halbleinen ist das meist der Fall.

  • Vollwaschmittel (Pulver) verwenden: Es enthält in der Regel Bleichmittel auf Sauerstoffbasis, das bei 60 °C gut wirkt.
  • Kein Weichspüler: Er macht die Tücher weniger saugfähig und lässt sie schlieren.
  • Volle Trommel sammeln: Tücher, Lappen, Küchen- und Badetücher passen in eine gemeinsame 60-Grad-Wäsche. So bleibt der Energieverbrauch vernünftig.
  • Mikrofasertücher mitwaschen: ebenfalls bei 60 °C, aber ohne Weichspüler. Mehr dazu im Ratgeber Mikrofasertuch waschen.

Ein spezieller Hygienespüler ist im Privathaushalt in der Regel nicht nötig, wenn Sie die Geschirrtücher bei 60 °C mit Vollwaschmittel waschen.

4. Richtig trocknen – nach jedem Gebrauch

Feuchtigkeit ist der wichtigste Wachstumsfaktor für Bakterien. Ein Tuch, das zwischen zwei Einsätzen schnell trocknet, bleibt viel länger frisch.

  • Hängen Sie das Geschirrtuch ausgebreitet an einen Haken oder eine Stange, nicht zusammengeknüllt über den Wasserhahn.
  • Lappen und Spültücher nach dem Gebrauch gut auswaschen, auswringen und flach trocknen lassen.
  • Nach dem Waschen die Tücher vollständig trocknen, im Tumbler oder auf der Leine, bevor sie in den Schrank kommen.

5. Spültuch, Schwamm und Bürste nicht vergessen

Nicht nur Stofftücher sammeln Keime. Der Küchenschwamm ist feucht, porös und oft das am stärksten belastete Utensil der Küche. Wechseln Sie ihn häufig und lassen Sie ihn zwischendurch gut trocknen; welche Methoden etwas bringen, lesen Sie im Ratgeber Schwamm reinigen.

Die Abwaschbürste können Sie regelmässig im Geschirrspüler mitwaschen, sofern der Hersteller das erlaubt. Schwammtücher aus Zellulose vertragen die Waschmaschine meist ebenfalls; halten Sie sich an die Angaben auf der Verpackung.

Geschirrtücher waschen: die Küchenroutine

Die häufigsten Fehler

  • Ein Tuch für alles: Hände, Arbeitsfläche und Teller mit demselben Tuch verteilt Keime.
  • Mit 30 °C waschen: Für Küchentextilien reicht das oft nicht, der Geruch bleibt.
  • Weichspüler verwenden: Die Tücher saugen schlechter und hinterlassen Schlieren.
  • Zusammengeknüllt liegen lassen: Das Tuch bleibt feucht und beginnt zu riechen.
  • Zu wenige Tücher besitzen: Wer nur zwei hat, wechselt zu selten.

Häufige Fragen

Wie oft sollte man Geschirrtücher wechseln?

Als Faustregel alle zwei bis drei Tage, Lappen und Spültücher täglich oder jeden zweiten Tag. Sofort wechseln sollten Sie Tücher, die schmutzig sind, riechen oder mit rohem Fleisch in Kontakt kamen.

Reichen 40 Grad für Geschirrtücher?

Für Küchentextilien empfehlen sich 60 °C mit Vollwaschmittel, sofern das Pflegeetikett es erlaubt. Bei tieferen Temperaturen bleiben eher Keime und Gerüche zurück.

Warum riechen Geschirrtücher schon nach einem Tag?

Meist bleiben sie zu lange feucht, weil sie zusammengeknüllt hängen, oder sie wurden zu kühl gewaschen. Ausgebreitet trocknen und bei 60 °C waschen löst das Problem in den meisten Fällen.

Darf man Geschirrtücher mit Handtüchern zusammen waschen?

Ja, Küchen- und Badetücher aus Baumwolle können gemeinsam bei 60 °C gewaschen werden. Stark verschmutzte Lappen vom Boden oder aus dem Bad waschen Sie besser separat.

Übersicht: Geschirrtücher waschen: 60 Grad, weniger Keime und 5 Regeln für Tücher und Lappen
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Redaktion Priority CleanUnser Reinigungsteam aus Alberswil LU teilt hier Erfahrungen aus Umzugs-, Haushalts-, Büro- und Fensterreinigungen in der ganzen Zentral- und Nordwestschweiz.