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Glätteisen und Lockenstab reinigen: Rückstände von Haarspray und Pflegeprodukten

Klebrige Platten, brauner Film und ein Gerät, das an den Haaren zieht: Mit feuchtem Tuch, wenig Alkohol und etwas Sorgfalt gleiten Glätteisen und Lockenstab wieder.

Veröffentlicht am · 6 Min. Lesezeit· von Redaktion Priority Clean
Warmluftbürste auf weissem Grund – Stylinggeräte wie Glätteisen und Lockenstab reinigen
📷 rawpixel (creator not credited) · CC0 1.0

Haarspray, Hitzeschutz, Öl und Serum landen nicht nur im Haar, sondern auch auf den heissen Platten. Dort brennen sie Schicht für Schicht ein, bis das Gerät klebt, an den Haaren zieht und beim Aufheizen seltsam riecht. Wer sein Glätteisen reinigen will, braucht dafür kein Spezialmittel – aber ein paar Regeln, damit Beschichtung und Elektronik keinen Schaden nehmen.

Die fünf Schritte gelten genauso für Lockenstab, Welleisen und Warmluftbürste. Das Wichtigste vorweg: Gereinigt wird nur, wenn das Gerät ausgesteckt und vollständig abgekühlt ist.

Warum sich das Glätteisen reinigen lohnt

Moderne Glätteisen haben Platten aus Keramik, Turmalin oder Titan, oft mit einer glatten Beschichtung. Stylingprodukte enthalten Polymere, Silikone, Öle und Harze, die das Haar formen und schützen sollen. Bei den hohen Temperaturen des Geräts verdampfen sie nicht vollständig, sondern hinterlassen einen dünnen Film, der sich mit jeder Anwendung verdickt und bräunlich wird.

Die Folgen merken Sie schnell:

  • Das Eisen gleitet nicht mehr sauber, sondern hakt und zieht an einzelnen Haaren.
  • Die Hitze verteilt sich ungleichmässig, Sie müssen öfter über dieselbe Strähne fahren.
  • Eingebrannte Reste riechen beim Aufheizen und können auf helles Haar abfärben.
  • In den Rillen am Rand und am Gelenk sammeln sich Haare, Staub und Puder.

Ein sauberes Gerät arbeitet also nicht nur schöner, sondern auch schonender, weil weniger Durchgänge nötig sind.

VerschmutzungTypisches AnzeichenDas hilft
Leichter ProduktfilmPlatten fühlen sich leicht klebrig anFeuchtes Mikrofasertuch
Eingebrannte RückständeBrauner, matter BelagWenig Isopropanol auf dem Tuch
Haare und Staub am RandSichtbare Fusseln in Rillen und GelenkWeiche Zahnbürste, trocken
Flecken am GehäuseFingerabdrücke, Make-upFeuchtes Tuch mit Spülmittel

1. Ausstecken und vollständig abkühlen lassen

Das ist der wichtigste Schritt. Reinigen Sie ein Glätteisen oder einen Lockenstab nie im eingesteckten oder warmen Zustand. Auf heissen Platten verdampft Wasser schlagartig, und Sie können sich verbrennen. Alkohol ist leicht entzündlich und gehört erst recht nicht auf ein warmes Gerät.

Ziehen Sie den Stecker, legen Sie das Gerät auf eine hitzefeste Unterlage und warten Sie, bis sich Platten und Gehäuse kalt anfühlen – je nach Modell eine halbe Stunde oder länger. Halten Sie das Gerät beim Reinigen nie unter fliessendes Wasser und tauchen Sie es nicht ein: Feuchtigkeit im Inneren kann die Elektronik beschädigen und ist ein Sicherheitsrisiko.

2. Glätteisen-Platten mit feuchtem Tuch reinigen

Für die regelmässige Pflege genügt ein weiches Mikrofasertuch. Befeuchten Sie es mit warmem Wasser und wringen Sie es gut aus. Es soll feucht sein, nicht tropfen.

  1. Die Platten von der Mitte zum Rand hin abwischen, bei Bedarf mit etwas Druck.
  2. Bei leicht klebrigen Stellen einen Tropfen Spülmittel ins Tuch geben.
  3. Mit einem zweiten, nur mit Wasser angefeuchteten Tuch nachwischen.
  4. Mit einem trockenen Tuch polieren und das Gerät offen trocknen lassen.

3. Hartnäckige Rückstände mit Alkohol lösen

Hat sich ein brauner Belag eingebrannt, hilft Isopropanol aus der Drogerie oder Apotheke. Er löst Fette und Harze und verdunstet rückstandslos.

  • Einige Tropfen auf ein Wattepad oder ein weiches Tuch geben – nie direkt auf das Gerät sprühen oder giessen.
  • Die Platten mit leichtem Druck abreiben, bei starken Belägen kurz einwirken lassen und wiederholen.
  • Mit einem feuchten Tuch nachwischen und das Gerät mindestens einige Minuten offen stehen lassen, bis der Alkohol vollständig verdunstet ist.
  • Erst danach wieder einstecken.

Verzichten Sie auf Scheuermilch, Stahlwolle, Messer oder den rauen Teil eines Küchenschwamms. Keramik- und Turmalinbeschichtungen verkratzen dabei, und auf zerkratzten Platten haften Produkte später noch stärker. Aggressive Lösungsmittel wie acetonhaltiger Nagellackentferner können Kunststoffteile und Beschriftungen angreifen. Beachten Sie im Zweifel die Pflegehinweise in der Bedienungsanleitung.

4. Lockenstab, Gelenk und Gehäuse säubern

Beim Lockenstab wickeln Sie das feuchte Tuch um den Stab und drehen ihn langsam darin, so erreichen Sie die ganze Oberfläche. Die Klemme reinigen Sie innen und aussen mit dem Tuch, bei eingebrannten Resten wie oben mit wenig Isopropanol.

Haare, Staub und Puder in Rillen, am Gelenk und an den Lüftungsschlitzen entfernen Sie trocken mit einer weichen Zahnbürste. Das Gehäuse wischen Sie mit einem feuchten Tuch und einem Tropfen Spülmittel ab und reiben es danach trocken. Auch der Föhn braucht regelmässig Pflege, vor allem das Luftgitter: Wie das geht, zeigt der Ratgeber Föhn reinigen. Und wenn Sie schon dabei sind, lohnt sich ein Blick auf die Bürsten – Anleitung im Ratgeber Haarbürste reinigen.

5. Kabel prüfen und das Gerät sicher ablegen

Beim Reinigen haben Sie das Gerät ohnehin in der Hand, also prüfen Sie gleich das Kabel. Gefährlich sind Knicke, Risse in der Isolation, frei liegende Drähte, verfärbte oder geschmolzene Stellen und ein wackliges Drehgelenk am Kabelansatz. Ein beschädigtes Gerät verwenden Sie nicht mehr, auch nicht «nur noch einmal».

Für den Alltag gilt:

  • Das heisse Gerät nur auf eine hitzefeste Matte oder die mitgelieferte Ablage legen, nie auf Handtücher, Holz oder Kunststoff.
  • Nach dem Gebrauch sofort ausstecken, nicht nur ausschalten.
  • Das Kabel erst nach dem Abkühlen locker aufwickeln, nicht eng um das Gerät wickeln.
  • Das Gerät nicht in der Nähe eines gefüllten Lavabos verwenden oder ablegen.

Ein defektes Glätteisen gehört nicht in den Kehrichtsack. Das Bundesamt für Umwelt hält fest, dass elektrische Geräte zurückgegeben werden müssen und Händler Geräte ihres Sortiments kostenlos zurücknehmen, auch ohne Neukauf.

Glätteisen reinigen: Schritt für Schritt

Die häufigsten Fehler

  • Warm reinigen: Verbrennungsgefahr, und Alkohol auf heissen Platten kann sich entzünden.
  • Scheuern und kratzen: Beschädigte Beschichtungen lassen sich nicht reparieren.
  • Gerät unter Wasser halten: Feuchtigkeit im Gehäuse ist ein Sicherheitsrisiko.
  • Eng aufgewickeltes Kabel: Knicke am Kabelansatz sind eine häufige Ursache für Defekte.

Häufige Fragen

Wie oft sollte man ein Glätteisen reinigen?

Ein kurzes Abwischen der abgekühlten Platten nach jedem Gebrauch verhindert, dass sich Beläge einbrennen. Eine gründliche Reinigung mit Alkohol ist je nach Menge an Stylingprodukten etwa einmal im Monat sinnvoll.

Darf man Keramikplatten mit Alkohol reinigen?

Ja, sparsam und auf einem weichen Tuch. Isopropanol löst eingebrannte Produktreste, ohne die Beschichtung anzugreifen. Wichtig ist, dass das Gerät ausgesteckt und kalt ist und der Alkohol vor dem nächsten Gebrauch vollständig verdunstet.

Warum riecht mein Glätteisen verbrannt?

Meist brennen Rückstände von Haarspray, Öl oder Hitzeschutz auf den Platten nach. Nach einer gründlichen Reinigung verschwindet der Geruch in der Regel. Riecht es nach verschmortem Kunststoff oder wird das Kabel heiss, stecken Sie das Gerät sofort aus und verwenden es nicht mehr.

Wohin mit einem defekten Glätteisen?

Nicht in den Kehricht. Bringen Sie es zurück in ein Geschäft, das solche Geräte verkauft, oder zu einer Sammelstelle Ihrer Gemeinde. Die Rückgabe im Handel ist kostenlos, auch ohne Neukauf.

Übersicht: Glätteisen und Lockenstab reinigen: Rückstände von Haarspray und Pflegeprodukten
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Redaktion Priority CleanUnser Reinigungsteam aus Alberswil LU teilt hier Erfahrungen aus Umzugs-, Haushalts-, Büro- und Fensterreinigungen in der ganzen Zentral- und Nordwestschweiz.